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Automasochismus ist eine häufige sexuelle Neigung. Vor allem masochistisch veranlagte Männer und Frauen, die noch keinen passenden Sexpartner gefunden haben, praktizieren ihn. Fachbücher erklähren den Automasochismus so: Automasochismus ist eine Sonderform des Masochismus, bei der die schmerzerzeugenden Handlungen selbst vorgenommen werden und sich auf den eigenen Körper beziehen. Das Selbstzufügen von Schmerzen geschieht oft zunächst als Experiment und in Ermangelung eines geeigneten Partners oder einer geeigneten Partnerin oder dient als Mittel zur Selbstbefriedigung. Auch in Fernbeziehungen zwischen Dom und Sub kann Automasochismus eine Rolle spielen. Der eigentlich Passive handelt aktiv und wird dadurch zum verlängerten Arm des Dominierenden. Er befriedigt seine masochistische Neigung, ohne von einer anderen Person berührt zu werden.
Automasochisten finden meist zufällig zu ihrer Neigung. Ob nun beim Masturbieren oder beim Sex mit einem Partner stellen sie fest, dass bestimmte härtere Handgriffe, der Einsatz von Fingernägeln oder etwa das feste Zwirbeln von Brustwarzen zu einer Steigerung der sexuellen Erregung führt. Die Entwicklung zum Automasochisten findet dann meist langsam und auf sehr experimentelle Art und Weise statt. Als Automasochist ist man oft auch im ersten Moment erschreckt von der Neuentdeckung der eigenen sexuellen Neigung.
Die neue Neigung wird im geheimen praktiziert und das wichtigste Hilfsmittel ist das Kopfkino. Der Automasochist erfindet eine fiktive Situation, die ihm die möglichkeit gibt in eine Rolle zu schlüpfen. Diese Rolle kann der gefesselte Lustsklave einer Herrin oder eines Herrn sein, der ihn zu bestimmten sexuellen Handlungen zwingt. Diese "erzwungenen" Handlungen stellen immer extremere Situationen da. Während es am Anfang mögicherweise noch einfaches Masturbieren unter dem schmerzhaften Einsatz der eigenen Fingernägel an Eichel oder Kitzler sind, steigert sich das Verlangen. Nicht immer steht Schmerz dabei an erster Stelle. Auch Faktoren wie Demütigung, Zwang, Abartigkeiten, Extremsituationen und Bisexualität sind entscheidende Faktoren. Auffallend oft sind Automasochisten auch Crossdresser und Damenwäscheträger. Aus dem sexuellen Wunsch heraus sexuell gedehmütigt zu werden und sexuell zu dominiert zu sein, zieht sich der Automasochist Strumpfhosen, Strapse und Damenwäsche an. Er fantasiert sich in die Rolle eines Mannes, der von einer Frau oder einem Mann dazu gezwungen wird sich diese typisch weiblichen Kleidungsstücke anzuziehen um gedehmütigt zu werden. Die Situatiuon vor anderen Männern oder Frauen in Damenwäsche sexuell präsentiert zu werden stimuliert den Mann so, dass er in Strumpfhosen und Damenslips wichsend auf dem Bett liegt und abspritzt. Automasochisten sind nicht typischerweise nur Männer. Auch viele Frauen entdecken die devote Seite im Laufe der Zeit. Oft lassen sie sich aber schnell von den sexuellen Normen oder dem Partner beeinflussen. Automasochisten greifen oft auf Haushaltsgegenstände als Sexspielzeug zurück, weil Besuche im Sexshop oft als outing enden könnten und Automasochisten leben ihre Sexfantasien ja eher im Geheimen aus. Egal ob Wäscheklammern als an den Brustwarzen oder ausgemusterte Strumpfhosen der Ehefrau, alles wird zur sexuellen Luststeigerung benutzt.
Wir halten also fest: Automasochisten sind meist devote und masochistische Frauen und Männer, die eine sexuelle Neigung an sich entdeckt haben, die von ihnen entweder magels Partner alleine praktiziert wird oder weil der Partner diese Neigung nicht teilt oder weil der Partner nichts von der sexuellen Neigung weiss. Diese sexuelle Neigung führt bei Automasochisten dazu, dass sie durch Schmerzen, Demütigung, Abartigkeiten und / oder Gewalt eine sexuelle Erregung spüren bzw. diese steigern.
Da die sexuellen Praktiken vom Automasochisten an sich selbst und ohne Partner ausgeführt werden, wird aus dem allgemein bekannten Fetisch Masochismus oder Sadomasochismus der Automasochismus.
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